logotype
image1 image2 image3 image4 image5

Regierung und Schutz Atvias

Die Staatsform Atvias

 

Atvia ist eine Epistokratie, regiert von einem Parlament aus zwölf Magiern. Dieses Gremium wird als Rat der Zwölf, Hoher Rat oder auch Rat zu Hondarth bezeichnet. Im Alltag der Atvianer tritt der Rat nur selten in Erscheinung und nimmt im täglichen Leben der Bevölkerung eine eher zurückhaltende Rolle ein.

 

Die Mitglieder des Hohen Rates sind:

 

Magistra Larissa von Falkenfels
Magistra Elana dor’ Kamano
Magistra Alyra von Silbernhain
Magister Jiran Merawhyn
Magister Sirihon Auensang
Magister Phiaru vom Elfenwald
Magister Erano zu Hergerswang
Magister Darsan Malastara
Magistra Thessara Belrhyn
Magistra Anrikha Jashar
Magister Ronerho Timish
Magister Tharvin Caranach

 


 

Der Rat der Zwölf

 

Der Hohe Rat genießt bei den Atvianern großen Respekt und breite Achtung. Seine Mitglieder leben meist abgeschieden und treten nur selten öffentlich auf.

 

Adelstitel innerhalb Atvias werden ausschließlich durch Beschluss des Hohen Rates verliehen. Dies geschieht durch die Übergabe eines Adelsbriefes, ein Vorgang, der in der Geschichte des Landes nur selten vorkam. Jeder legitimierte Adelige Atvias besitzt ein solches Pergament als Nachweis seines Standes.

 

Die Mitglieder des Rates stammen ursprünglich aus der Magierakademie nahe Stedding. Nachdem diese vor rund fünfhundert Jahren zerstört worden war, zogen einige der wenigen Überlebenden nach Hondarth und ließen sich dort nieder. Die Bürger der Stadt nahmen sie auf, und aus ihrem Zusammenschluss entstand schließlich der Rat der Zwölf, der bis heute besteht.

 


 

Der Stadtoberste

 

Der Stadtoberste wird alle drei Jahre vom Volk gewählt und verfügt innerhalb Atvias über weitreichende Handlungsvollmachten.

 

Wählbar ist, wer seit mindestens fünf Jahren als Bürger Atvias eingetragen ist und das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet hat. Eine Wiederwahl ist möglich, jedoch höchstens zweimal in Folge.

 

Der derzeitige Stadtoberste ist Sherion von Arkens, der vor zwei Sommern das Amt von Belrin Ackley übernahm.

 


 

Die Funktionsweise der Republik

 

Bei jedem Dunkelmond – also zum Neumond – tritt der Hohe Rat im Ratsgebäude zusammen. Während dieser Sitzungen wird über Anträge und Wünsche abgestimmt, die von Handelshäusern, Bürgern Hondarths oder anderen Bewohnern Atvias im Verlauf des vergangenen Mondes schriftlich eingereicht wurden.

 

Der gewöhnliche Atvianer zeigt sich mit diesem System weitgehend zufrieden. Forderungen nach grundlegenden Reformen sind selten. Die Steuern gelten als moderat und für arbeitende Menschen gut tragbar. Zudem besteht jederzeit die Möglichkeit, sich mit Anliegen an den Stadtobersten zu wenden, der gewissermaßen als Vertreter des Rates im täglichen Regierungsgeschäft fungiert.

 


 

Die Ratssitzungen

 

Wenn der Hohe Rat zusammentritt, nehmen seine Mitglieder an der tiefsten Stelle des Ratssaales Platz, der in der Form eines Amphitheaters angelegt ist.

 

Eine Stufe darüber befindet sich der sogenannte Kleine Kreis. Dort sitzen wohlhabendere Bürger Atvias, die sich durch eine großzügige Spende an eine Einrichtung in Hondarth einen Sitz erkauft haben. Unter ihnen befinden sich jedoch auch einzelne Personen aus dem einfachen Volk, die diesen Platz als Anerkennung für besondere Verdienste direkt vom Hohen Rat verliehen bekamen.

 

Ein Sitz im Kleinen Kreis kann weder vererbt noch weitergegeben werden. Zulässig ist lediglich, einen schriftlich bevollmächtigten Vertreter zu entsenden.

 

Über dem Kleinen Kreis liegt der Große Kreis, in dem das gewöhnliche Volk Platz nimmt. Händler, Bauern und Fischer besuchen die Sitzungen aus Interesse an den behandelten Themen – oder schlicht, um sagen zu können, dass sie dabei gewesen sind.

 

Die wesentlichen Inhalte der Beratungen sowie die Ergebnisse der Abstimmungen werden nach jeder Sitzung von den Schreibern Hondarths festgehalten und an der Stadttafel auf dem Marktplatz öffentlich angeschlagen.

 

Wer während einer Ratssitzung sprechen möchte, hebt die Hand und erhält das Wort. Melden sich mehrere Personen gleichzeitig, entscheidet die Sitzordnung über die Reihenfolge – der Kleine Kreis wird also vor dem Großen Kreis angehört. Grundsätzlich erhält jedoch jeder die Möglichkeit, seine Stimme zu erheben.

 

Heftige Auseinandersetzungen kommen nur selten vor. Der Stadtoberste ist gemeinsam mit einigen Gardisten während der Sitzungen anwesend und sorgt unter den Zuhörern für Ordnung sowie für die Einhaltung der vorgesehenen Redeabfolge.

 

Nach Abschluss der Anhörungen trifft der Hohe Rat seine Entscheidung gewöhnlich durch Abstimmung; die einfache Mehrheit entscheidet.

 

Derzeit befindet sich ein Antrag zur Einführung eines Schulsystems für alle Kinder Hondarths im Alter von acht bis zwölf Sommern in Beratung.

 


 

Der Schutz

 

Seit dem Jahr 758 n. B. besteht erneut der sogenannte Nebelring, der die Küsten Atvias umgibt. Er dient als Schutz vor Übergriffen aus der Baronie Falkenburg – einem Inselstaat, der etwa zwölf Tagesreisen mit dem Schiff entfernt liegt und seit langem als Rivale Atvias gilt.

 

Der Hohe Rat stellte zu diesem Zweck einen alten magischen Schutz wieder her, der bereits vor fünfhundert Jahren existierte. Mithilfe der Magie und der einst verloren geglaubten Splitter eines magischen Kristalls (siehe Atvia III) erschufen die Magier eine Wolken- und Nebelwand mehrere Seemeilen vor der Küste. Sie verbirgt die Insel vor Entdeckung und hält unerwünschte Besucher fern.

 

Innerhalb dieses Nebels versagen die Kompasse der Schiffe. Wer den Weg nicht kennt, läuft leicht Gefahr, an den tückischen Klippen vor der Dorneninsel zu zerschellen.

 

Wie es den Steuermännern der Handelsschiffe dennoch gelingt, sicher durch Nebel und Klippen zu navigieren, gilt als offenes Geheimnis. Es beruht auf magischen Hilfsmitteln – kleinen, sorgsam gehüteten Kästchen, die in den Kartentruhen der Kapitäne verwahrt werden.

2026  Atvia