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Die Diebesregeln!

Auf besonderen Wunsch werde ich hier noch einmal kurz auf die Besonderheiten des Diebens auf Atvia-Cons eingehen.

Wer auf unserer schönen Insel einen diebischen Charakter spielen möchte, muss dies zuvor bei der Orga anmelden. Anschliessend wird er oder sie im Spiel, in Anlehnung an DKWDDK, den Münzenbeutel, bzw. das Diebesgut seines Begehrens tatsächlich entwenden müssen. Das ist ungewöhnlich, doch unseres Erachtens fällt es schwerer, einen Beutel abzuknüpfen oder ein Lederband mit einem Fingernagelknipser (bitte keine Scheren, Messer oder ähnliches!) durchzuknipsen und zu entwenden, als einen roten Faden oder eine Klammer anzubringen und als Orga darauf zu warten, dass der bestohlene SC die gediebten Gegenstände dann (hoffentlich) bei der SL abliefert. Das stört unserer Ansicht nach den Spielablauf und wir möchten als Traditionalisten unsere Veranstaltungen so realitätsnah wie möglich halten. Sollte jemand den Verlust eines Lederbandes nicht verschmerzen können, darf er sich im Funduszelt gern ein Neues geben lassen. Wir sind darauf im kleinen Rahmen vorbereitet. Grobe Sachbeschädigungen an Gürteln anderer Teilnehmer etc. sollten natürlich nicht passieren. Mitdenken, gegenseitige Rücksichtnahme und Fairness setzen wir voraus!

Wir weisen ferner darauf hin, dass wir nie mehr als einen Dieb pro 25 SC zulassen werden, um das Ganze nicht ausufern zu lassen. Nach dem Entwenden des Diebesgutes gibt es nun zwei Möglichkeiten:

Der Dieb möchte

a) die IT-Beute behalten und sie nach dem Con für seinen Charakter auschecken (eine Waffe oder einen Münzbeutel z.B.) oder der Dieb möchte

b) die gestohlene IT-Ware weiterveräussern.

Zunächst zu Möglichkeit A)

Damit der Bestohlene eine faire Chance hat, sein Eigentum in-time wieder zu finden, darf die Beute während des weiteren Spiels bei dem Dieb verbleiben. In jedem Fall muss der Dieb bis maximal 1h nach dem Diebstahl der SL anzeigen was er gestohlen hat und zweifelsfrei benennen wer der Eigentümer ist. Hierzu gibt der Dieb im SL-Bereich eine Auflistung der gediebten Gegenstände ab, auf der ebenfalls vermerkt ist, WEM die Gegenstände tatsächlich gehören. Es muss jederzeit nachweisbar sein, wo das Eigentum des SC sich gerade befindet, damit keine unschönen Verdächtigungen aufkommen. Der Dieb ist für die Gegenstände persönlich verantwortlich und das damit überaus vorsichtig umgegangen und mit gediebten Waffen nicht gekämpft wird, sollte klar sein.

Vergräbt nun der Dieb aus Sicherheitsgründen seine IT-Beute im Wald, etc. gibt er die Gegenstände natürlich bei der SL ab, nachdem er das Vergraben / Verstecken der Waren ausgespielt hat (!). Er hinterlässt in dem gegrabenen Loch / dem Versteck einen Zettel mit der Auflistung der dort in-time befindlichen Gegenstände und gibt der SL einen zweiten Zettel mit dem genauen Standort, dem Eigentümer, der Auflistung der Waren.

Nun zu Variante B)

Wenn der Dieb die Beute in-time weiterveräussern möchte, nimmt er sich drei Zettel (Diebesbriefe), auf denen er vermerkt, wem die Gegenstände out-time gehören und an wen sie demzufolge nach dem TimeOut zurückzugeben sind. Einen der Diebesbriefe erhält die SL, den anderen der jeweilige "Käufer" der Ware. Einer der Diebesbriefe wird an der Hehlerware befestigt, damit jederzeit festzustellen ist, wem sie outtime gehört. Auch hier gilt absolute Sorgfalt bei der Handhabung der fremden Gegenstände!

Wird die Beute von einem SC angekauft, so kann sie von diesem ausgecheckt und von dessen Charakter in-time mitgenommen werden. Die Bestätigung über diese Waren wird beim Checkout von der SL ausgehändigt. Natürlich werden gediebte Waffen, Geldbeutel, Artefarkte oder Kleidung/Rüstung dem wirklichen Besitzer nach dem Timeout zurückgegeben, allerdings gilt das - wie auf den meisten anderen Cons auch - nicht für In-Time-Geld und Edelsteine! Dies ist die schwer verdiente Beute des Diebescharakters und der Lohn, für die Gefahr und das Risiko den Kopf zu verlieren, wenn er erwischt wird.

Wir möchen die SC darum dazu anhalten, nur mitzuführen, was der Charakter in-time besitzt und was ihr bereit seid, zu riskieren. Die Lederbeutel, Geldkatzen oder ähnliches werden natürlich beim Check-out ebenfalls zurückgegeben, lediglich die Münzen darf der Dieb - in Anwesenheit einer SL - entnehmen.

Sonstiges:

Musikinstrumente und Out-Time-Währung werden bei uns nicht gediebt! Sollte sich in einem Lederbeutel einmal nicht nur In-Time-Währung befinden, ist es dem Dieb untersagt, sich an diesem Geld zu vergreifen, doch auch das setzen wir als selbstverständlich voraus. Unnötigerweise möchten wir dennoch noch einmal darauf hinweisen, dass es einem Teilnehmer sehr schlecht ergeht, sollte er bei einem Diebstahl auf einem unserer Cons überführt werden.Im übrigen ist es dank unseres Tavernenkarten-Bezahlungssystems nicht nötig, outtime-Währung während des Cons bei sich zu tragen.

Dieben aus Zelten:

Da ein Diebescharakter sich ja nicht nur auf Taverneninsassen und deren Hab und Gut beschränken wird, sei hier auch noch einmal das Dieben aus den Zelten erwähnt. Natürlich wäre es sehr schön, wenn alle Zelte In-Time und das Innere entsprechend ausgestattet wäre. Leider ist das nicht jedem SC möglich, so dass wir hier auf den gesunden Menschenverstand zurückgreifen müssen. Betritt also ein Dieb ein leerstehendes oder mit friedlich schlafenden SC gefülltes Zelt, in dem eine festliche Tafel aufgebaut ist, auf der irdene Becher, silbernes Besteck und Waffen herumliegen, darf er sich gern bedienen. Er hat allerdings darauf zu achten, dass er keinerlei Beschädigungen an den Gegenständen im Zelt verursacht. Dinge, die offensichtlich outtime sind, dürfen nicht entwendet werden. Betritt der Dieb hingegen ein Zelt, in welchem offen stehende Reisetaschen und umher liegendes Ikea-Plastik-Geschirr vom offenkundigen Outtime der Besitzer zeugen, sollte der Dieb den Rückzug antreten und sich lohnendere Ziele suchen.

Das sollte jetzt allerdings nicht als Aufforderung verstanden werden, die Zelte nicht intime auszustatten, damit kein Dieb hinein geht! Hier möchten wir an gegenseitige Fairness und das Miteinander im Spiel appellieren und alle SC auffordern, wenigstens ansatzweise ihr Zeltinneres intime herzurichten und so dem Dieb eine Herausforderung und ein bißchen Spielspass zu gönnen. Es gehört Mut dazu, seinen Charakter bei einer nächtlichen Diebestour in den Zelten der gut bewaffneten Recken aufs Spiel zu setzen und wir fänden es schön, wenn das auch honoriert wird.


Ausnahmen:

Solltet ihr euch nicht wohl fühlen oder aus anderen Gründen *räuspert* nachts nicht gestört werden wollen, dann verwendet bitte das - leider in den letzten zehn Jahren etwas in Vergessenheit geratene - "weisse-Handtuch" als sichtbares Zeichen. Zur Erklärung: Sollte ein weisses Handtuch über dem Zelteingang oder an einer der Abspannschnüre daneben hängen, wird das Zelt NICHT betreten. Der Zeltbewohner ist in diesem Fall.... verhindert.

Das auch diese Methode nicht als Blanco-Schutz vor Dieben missbraucht werden sollte, ist hoffentlich klar.

Damit beenden wir unseren kleinen Exkurs in die düstere Welt der zwielichtigen Ganoven und wünschen euch auf unseren Veranstaltungen eine gute Zeit. Solltet ihr noch Fragen zu diesem oder einem anderen Thema haben, könnt ihr euch gern jederzeit an die Atvia-at-gmx-punkt-de wenden.

Viele Grüsse

Die Orga

Atvia Orga-FAQ

Die häufigsten Fragen zu Atvia

Da wir im Vorfeld unserer Veranstaltungen immer wieder gefragt werden, wie wir unsere Cons vorbereiten und wer bei uns für welche Aufgaben zuständig ist, möchten wir hierzu ein paar Worte verlieren.

Der Beginn

Wie vermutlich die meisten Orgas erstellen auch wir zunächst einen Plot sowie eine sogenannte Was-Wann-Wo-Liste, also einen Timetable. Diese Arbeit liegt meist bei Chris und Thomas aus der Kreativcrew. Unterstützt von einigen handverlesenen – und mitunter mehr oder weniger geduldig leidenden – Atvianern wird der Plot in mehreren Entwicklungsstufen immer wieder vorgelesen, verschickt, ergänzt, korrigiert und mit neuen Ideen angereichert.

Mit dem Aufkommen von Facebook konnten auch wir uns der Technik nicht ganz entziehen. Dort betreiben wir inzwischen einige Gruppen, in denen ein Großteil dieser Vorbereitungen stattfindet.

Der Plot

Unsere Plots bestehen häufig aus drei bis vier Hauptsträngen, die jeweils mehr als zwanzig Spieler beschäftigen können. Hinzu kommen fünf bis zehn kleinere Plotstränge, die meist auf einzelne Gruppen zugeschnitten sind und etwa fünf Spieler gleichzeitig einbinden.

Nicht selten passiert es allerdings, dass sich plötzlich dreißig Spieler lautstark auf einen dieser kleinen Plots stürzen – und auch daran ihren Spaß haben.

Wichtig ist für uns, dass die Spielleitung flexibel bleibt. Wenn Spieler mit Kreativität und Engagement eine Lösung finden, die ursprünglich gar nicht vorgesehen war, wird diese selbstverständlich berücksichtigt. Entscheidend sind dabei vor allem die Kreativität der Spieler, ihr Engagement beim Lösen des Plots und die Qualität des Ausspielens.

Sehr häufig entstehen während der Veranstaltungen sogar ganz neue Plotideen, wenn Spieler durch ihr Verhalten besonders auffallen. Spezialistin für solche spontanen Entwicklungen ist Chris, die mit einer Handvoll williger Springer-NSC in den von Thomas liebevoll gepflegten Fundus stürmt – was ihn regelmäßig an den Rand der Verzweiflung bringt – und innerhalb weniger Minuten einen neuen Plot ins Rollen bringt.

Der Timetable

Der Timetable dient der Vorab-Koordination des Plotablaufs und bildet die Grundlage für die Arbeit der NSCs. Dort sind Schauplätze, geplante Zeiten, Anzahl und Erscheinungsbild der benötigten NSCs sowie kurze Hinweise zum jeweiligen Szenario festgehalten.

Die NSC-Koordination

Die Koordination der NSCs ist einer der wichtigsten und gleichzeitig anstrengendsten Jobs auf einem Con. Die NSC-Koordinatoren sind jederzeit über den aktuellen Stand des Plots informiert, teilen die NSCs ihren Rollen zu und beantworten ihre Fragen.

Sie fungieren als Bindeglied zwischen den SC-Spielleitern und den NSCs, damit das Spiel möglichst reibungslos abläuft und unnötige Wartezeiten für die Spieler vermieden werden. Neben Schmink- und Ankleidehilfe gehört es auch zu ihren Aufgaben, ein Auge auf das Wohlbefinden der NSCs zu haben und gegebenenfalls mit Kaffee, Tee oder belegten Broten für neue Energie zu sorgen.

Seit Atvia 11 liegt dieser Bereich hauptsächlich in den Händen von Max, besser bekannt als Jost Sturm.

Die SC-Spielleitungen

Die SC-SLs sind gewissermaßen die Läufer des Cons. Ob im Wald, im Dungeon, bei Traumsequenzen oder als Lager-SL – sie sind von Freitag bis Sonntag ständig unterwegs und koordinieren das Spielgeschehen.

Leider wird ihre Arbeit von Teilnehmern nicht immer ausreichend wahrgenommen, obwohl sie eine der anstrengendsten Aufgaben auf einem Con darstellt.

Die Spielleitungen versuchen, im Rahmen der Möglichkeiten auf Wünsche der Spieler einzugehen und Fragen zu beantworten. Dabei ist die Kommunikation untereinander entscheidend. Über Funk sprechen sich die SLs ständig ab und koordinieren, wer wann mit wem wohin geht.

Nicht jeder bringt die nötige Ruhe und Übersicht für diese Aufgabe mit oder möchte sich dem Stress und gelegentlichen Unmut der Spieler aussetzen, wenn einmal nicht alles zur Zufriedenheit aller verläuft. Deshalb sind Orgas immer dankbar für erfahrene LARPer, die bereit sind, diese Aufgabe zu übernehmen.

Eine feste Größe in diesem Bereich ist Chris, auch bekannt als „das Katz“, berühmt für ihre skurrilen Ideen, ihr Improvisationstalent und ihre scharfzüngige Schlagfertigkeit. Seit Atvia 12 wird sie unter anderem von Sarah (alias Yuki Cross) und Matthias unterstützt.

Die Magie-SL

Die Magie-SL wird immer dann hinzugezogen, wenn größere Rituale oder mächtige Magie im Spiel sind. Dadurch wird verhindert, dass eine normale SL unter Umständen stundenlang an einem Ritualplatz gebunden ist.

Diese Aufgabe erfordert viel Spielerfahrung sowie umfangreiches Hintergrund- und Regelwissen. Die Magie-SL muss Rituale beurteilen, ihre Durchführung begleiten und im Falle eines Fehlschlags entscheiden, welche Konsequenzen plausibel und nachvollziehbar sind.

Alltagszauber wie Heilungsmagie oder einfache Kampfzauber werden hingegen auch von den normalen Spieler-SLs abgenommen.

Seit 2007 gehört Michael zu diesem Bereich der Orga. Mit bemerkenswerter Ruhe und einem guten Gespür für magische Details hat er sich schnell unentbehrlich gemacht. Gleichzeitig gelingt es ihm mit seiner motivierenden Art, unsere gesamte Mannschaft ordentlich in Bewegung zu halten.

Die Technik-SL

Ob leere Batterien in den Funkgeräten, defekte Headsets, herausgesprungene Sicherungen, ausgefallene Beleuchtung oder eine streikende Nebelmaschine – ohne Technik-SL geht auf einem Con wenig.

Während der Veranstaltung wartet und repariert sie die Technik, kümmert sich um Stromversorgung und Kabel, verkabelt Licht-, Sound- und Pyroeffekte und sorgt dafür, dass alles zuverlässig funktioniert.

Kurz gesagt: Die Technik-SL ist unersetzlich – besonders wenn sie auf den Namen Sunset hört und es gleichzeitig schafft, sich immer wieder einen gemütlichen Platz in der Nähe eines warmen Ofens zu sichern.

Die jungen Wilden

Kostüme, Kulissen und Requisiten entstehen vor allem durch die Kreativcrew, auch Bastel-SL genannt. Zeichnen, nähen, basteln, malen, sticken, bauen, improvisieren und organisieren gehören zu ihrem Alltag.

Unterstützt von Thomas aus dem Fundusmanagement und verschiedenen Schminkkünstlern verwandeln sie ganz normale Menschen in Feen, Elfen, Nekromanten, Geister, Piraten, Untote, Skelette, Steinstatuen und vieles mehr.

Die Helfer

Ohne die zahlreichen Helfer wäre keine Veranstaltung möglich. Sie bringen morgens nach zwei Stunden Schlaf Kaffee für müde Spielleiter, liefern belegte Brötchen im Laufschritt von einem Schauplatz zum nächsten, verteilen Kräuter auf dem Gelände, bauen den Dungeon, dekorieren die Taverne, errichten Zelte, laden Feuerholz ab, verlegen Schläuche, schmücken das Badehaus, schleppen Getränkekisten durch die Mittagshitze und erledigen in letzter Minute noch wichtige Besorgungen.

Sie bereiten Ritualplätze vor, drucken und sortieren Plotunterlagen, bauen Tage vorher Unterstände im Wald und stehen uns außerdem als geduldige Zuhörer und Ideengeber zur Seite.

Die Orga mag die Ideen zu einem Con haben – doch erst durch diese Hilfe werden sie Wirklichkeit.

Die Liste der Menschen, denen wir danken müssten, würde jeden Rahmen sprengen. Stellvertretend möchten wir dennoch einige Namen nennen: Helmut v. d. F., Max (Jost Sturm), Sarah R., Nadine B. D., Birgit B. – unsere Küchenfee –, Thomas F., Thomas G., Marina S., Martin „Maestro“, Raphael H. und Fenia, Matthias K., Florian B., Chrizzy, Domi, Ulf „die Ulfe aus dem Osten“, Per-le, Roja G., Maglor, Karina S., Sabine M., Steffen B., Peter St., Brigitte B., Linda, Anke, Sonja „der Kobold“, Samira, Jochen W., Kai V., Phillip v. G., Julian und Julia, Nicole, Claus, Nadine, Matthias und viele weitere.

Vielen Dank für alles, was ihr in mittlerweile 25 Jahren für Atvia geleistet habt.

Im Namen der gesamten Atvia-Orga.

 
 
 
2026  Atvia